Hakenkreuze auf dem Richtsberg und das Negerdorf

Folgende Meldung der Internet-Zeitung Marburgnews ist typisch:

"Affekt und keine Propaganda: Amtsgericht ahndet Hakenkreuz-Schmiererei"

Die Überschrift ist falsch. Richter Taszis hat die Hakenkreuze nicht geahndet. Er hat sie als "Herzensangelegenheit" bewertet.


"Ich vermute, es ging um eine Herzensangelegenheit", kommentierte Richter Jörg Peter Taszis am Montag (24. Juli) im Amtsgericht Marburg folgenden Tatbestand ... der Beleidigung, Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation. ... erstattete die damalige Asylbewerberin Anzeige... Das Gericht betrachtete die Hakenkreuze auch nicht als politische Äußerung, sondern als Versuch, die verlorene Freundin an ihrer empfindlichsten Stelle zu treffen... Unter Einbeziehung früherer Diebstahlsdelikte verurteilte das Gericht den Angeklagten zu zwei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Quelle: www.marburgnews.de/2000/mn-pol07.htm vom 24.7.2000.

Die von Jürgen Peter Taszis verhängte Gesamtstrafe von 2 Monaten ohne Bewährung ist viel zu gering um neben Diebstahl, Sachbeschädigung und Beleidigung die Zurschaustellung von Hakenkreuzen (§ 86a StGB) zu ahnden. Falls der Bericht zutrifft, hat sich Taszis eine saftige Rechtsbeugung geleistet. Allerdings kenne ich die gleiche Verfahrensweise aus anderen Fällen: Die Statistiken über rechtsextremistische Straftaten werden gefälscht, indem Polizei und Justiz derartige Straftaten unter den Teppich kehren.

Auf der gleichen Seite weiter unten titelt Marburgnews:

"Virtuell vernetzt bis ins letzte Negerdorf"

Der Rassismus ist hier endemisch.


Ein Marburger Lehrer hat es mit dem Weltjudentum

Dietrich Gerwin offenbarte, wie er sich als Erzieher betätigt hatte, als er auf einer Burschenschaftsveranstaltung vom "Weltjudentum" tönte, das "Deutschland den Krieg erklärt" hat.


Polizeibeamter schenkt Sohn Reichskriegsflagge

Wie selbstverständlich nazistisches Verhalten und Nazi-Gruppen in Nordhessen sind, ergab eine Untersuchung von Benno Hafeneger. Dazu erschien am 5.12.2000 ein Artikel in der Frankfurter Rundschau.


Hakenkreuze und SS-Runen im Süden Marburgs

Wenn nicht Private dagegen vorgehen, bleiben diese Zeichen bis zur Wiederkehr des Führers an den Wänden.


Unbekannte schmieren rassistische Symbole an Wände ... Der Marburger Verein Antirassisistisches Telefon hatte die Schmierereien der Polizei gemeldet und nach Angaben von Polizeisprecher Tuchbreiter bereits Ende September Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. "Um so unverständlicher finden wir den Sachverhalt, dass diese Parolen bisher nicht entfernt wurden", teilt das Antirassistische Telefon mit ...

Quelle: Oberhessische Presse vom 22.11.2002.


Keine Hinweise auf die Täter ... Umso unverständlicher sei, dass diese Parolen bis heute nicht entfernt wurden, obwohl wir vor einiger Zeit bereits die Polizei und den Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg informiert haben ...

Quelle: Marburger Neue Zeitung vom 22.11.2002.


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