Hakenkreuz in Kirchhain

hakkir.jpg

Ich fand das Hakenkreuz am 25.1.2000 in der Brunnenstraße. Alles, was über die SS-Rune am Drosselweg zu schreiben war, gilt auch für dieses Hakenkreuz.

Vielleicht hat der Besitzer versucht, das Hakenkreuz zu überbeizen. Jedenfalls war sein Versuch wenig erfolgreich. Das Hakenkreuz ist jetzt noch (Herbst 2002) erkennbar.

Damit auch Fremde die Überschaubarkeit Kirchhains schätzen lernen: Das Amtsgericht steht an der Niederrheinischen Straße. Die nächste Parallelstraße nach Süden zu ist die Brunnenstraße, die übernächste ist der Drosselweg. Hakenkreuz, SS-Runen und Amtsgericht können auf einem kleinen Spaziergang nacheinander aufgesucht werden. Frau/man kann hier sinnlich erleben, wie nahe Justiz und Faschismus einander stehen.

Die Affinität der deutschen Justiz zum Faschismus ist auch anderorts aufgefallen. Z.B. schreibt die Neue Züricher Zeitung über die Verhältnisse im hessischen Darmstadt:


Selbst Richtern von heute gingen Feststellungen wie jene zu weit, dass die Justizangehörigen am 7. März 1933 mit dem Hissen der Hakenkreuzfahne auf dem Landgerichtsgebäude die neue Zeit begrüsst hatten.

Quelle: NZZ Nr.117, 24.5.2002, S.8

Für Richter ist der Faschismus ein rechter Segen. Sie müssen sich nicht mit Wahrheit und Recht abmühen, sondern können schlicht nach Gruppenzugehörigkeit entscheiden. Der Verstand, den sowieso kaum jemand hat, wird nicht strapaziert.

zum Nazi-Menü

zurück in die Heimat